Planungsdokumente: SB Release 2026.15

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Inhaltsverzeichnis

SB 2026.15 Kapitelbezogene Kategorie

Schutzgut Landschaft und Stadtbild

Bestandsaufnahme des derzeitigen Umweltzustands

Bedeutsam ist der stadthistorisch und zeitgeschichtlich wichtige Lohseplatz, der ehemalige Vorplatz des Hannoverschen Bahnhofes, der in seinen topografischen Merkmalen erhalten geblieben ist. Alte Bäume wie Linden geben diesem Ort in einem ansonsten weitestgehend vegetationsfreien Gebiet eine besondere Wertigkeit. Teile des ehemaligen Bahnsteigs 2 des Hannoverschen Bahnhofs sowie die Ericusbrücke sind ebenfalls erhalten geblieben und wer- den als authentische Merkmale der ehemaligen Bahnnutzung im Zusammenhang mit der De- portationsgeschichte als eingetragene Denkmale bewahrt.

Die Ericusbrücke, der Lohseplatz, der Bereich der ehemaligen Gleise sowie Teile der Be- standsbebauung am Lohseplatz bewirken bereits im Zwischenbauzustand einen positiven Bei- trag für das Stadt- und Landschaftsbild.

Entwicklung des Umweltzustands bei Durchführung der Planung

Das Stadtbild wird durch die geplante städtebauliche Neuordnung mit den Festsetzungen des Bebauungsplans positiv verändert. Mit Abschluss der Neubebauung und mit der bereits be- stehenden hochwertig gestalteten öffentlichen Parkanlage wird sich statt des früheren gewerb- lich-ungeordneten Charakters des Gebiets am Ende der Entwicklung ein harmonisches Stadt- und Landschaftsbild ergeben.

Die vorgesehene und in Teilen bereits realisierte Höhenentwicklung und die zu erwartende hohe Gestaltungsqualität der Fassaden der neu entstandenen und noch geplanten Gebäude werden bewirken, dass sich das Plangebiet von der Nutzungsseite und von der Stadtgestalt in das neue zentrale HafenCity-Quartier um den Lohsepark und in das Innenstadtbild einfügt.

Die bestehenden erhaltenswerten Gebäude am Lohseplatz werden behutsam in das städte- bauliche Konzept integriert.

Zur Anbindung des Baakenhöfts und der südlich des Baakenhafens liegenden Halbinsel ist ein Brückenbauwerk, die Baakenhafenbrücke, in Fortführung des östlichen Randes der Grün- und Spielanlage Lohsepark errichtet worden. Diese Brücke bewirkt eine erhebliche Veränderung des Stadt- und Landschaftsbildes.

Maßnahmen zu Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich / Festsetzungen

Durch die Festsetzungen wird das Planungsziel umgesetzt, die erhaltenswerten Gebäude und Fassaden in die zukünftige städtebauliche Entwicklung zu integrieren. Die geplante städtebau- liche Entwicklung mit einer Neugliederung des Bauvolumens und der Anordnung von Haupt- baukörperlinien westlich und östlich der Grün- und Spielanlage Lohsepark ordnen und fassen den Blick neu auf Innenstadt, Ericus und Elbe. Der mit dem Gedenkort 2017 hergestellte Lohsepark hat mit raumprägenden Sichtbeziehungen das Stadtbild zwischen City und Elbe für die Öffentlichkeit erlebbar neu gestaltet.

Die Ericusbrücke als Bestandteil der Speicherstadt wird als ein bauhistorisch und hafenhisto- risch wertvolles Denkmal im Bebauungsplan nachrichtlich übernommen. Sie wurde denkmal- gerecht saniert. Der Lohseplatz und der denkmalgeschützte Bahnsteig 2 wurden als Gedenk- bereich in die Gestaltung der Grün- und Spielanlage Lohsepark einbezogen.

Für die neue Brücke über den Baakenhafen wurde ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt, um eine hochwertige Gestaltung für das Bauwerk zu finden, das weit über den Baakenhafen zu sehen sein wird. Die Brücke ist so gestaltet, dass sie auch als Aussichtspunkt dienen kann. Die mit dem Bau einhergehende Beschränkung der Sichtbeziehungen wird durch eine trans- parente Gestaltung der Brücke mit einem in der Mitte liegenden Hochpunkt und einer rückver- setzten Lage der Widerlager minimiert, so dass auch aus einer wassernahen Position eine offene Blickbeziehung über den weiträumigen Baakenhafen erhalten wird.

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