Planungsdokumente: pmsmoke2026.03 mit Hanjo

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Inhaltsverzeichnis

[sh] - Kategorie (kapitelbezogen)

Maßnahmen zu Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich / Festsetzungen

Zentral für die lokalklimatische Situation bleibt der Lohsepark, der Bestandteil der Plankonzep- tion ist.

Des Weiteren trägt die Festsetzung in § 2 Nummer 15 zur klimaschonenden Energieversor- gung durch erneuerbare Energien bei. Mittels der vorgesehenen Begrünung und Bauman- pflanzung der nicht überbauten Grundstücksflächen in den Wohn- und Kerngebieten (vgl. § 2 Nummern 21, 22 und 23) kann ein Beitrag zur Verbesserung des Lokalklimas und zur Filterung von Luftschadstoffen geleistet werden.

Gehölze tragen zur Staubbindung bei, indem sich Staub auf der Grünmasse ablagert und bei Niederschlag abgewaschen wird. Hierdurch verringert sich der Staubgehalt der Luft. Die Leis- tung von Bäumen, Gehölzen und flächigen Grünstrukturen zur Staubfilterung wird von mehre- ren Variablen bestimmt (Korngröße des Staubes, Größe und Ausstattung der Blattflächen, kleinräumige meteorologischen Ausbreitungsbedingungen). Zudem können Bäume gasför- mige Bestandteile sowohl über die Spaltöffnungen aufnehmen als auch auf der Cuticula (wachsartiger Überzug von Blättern) anlagern.

Dachflächenbegrünung (vgl. § 2 Nummer 26) auf den überbauten Innenhöfen und den sonsti- gen Dachflächen (vgl. § 2 Nummer 27) können ebenfalls kleinräumig einen Beitrag zur Be- schattung und damit verminderten Aufheizung und Luftanfeuchtung sowie zur Staubminde- rung leisten.

Durch die sehr gute Anbindung des Plangebietes an den öffentlichen Personennahverkehr (U- Bahn-Linie U4, Buslinien, geplanter Fähranleger am Magdeburger Hafen) kann der Anteil des motorisierten Individualverkehrs und damit der Treibhausgasemissionen verringert werden. Zudem trägt der in der HafenCity übliche hohe Energiestandard der neuen Gebäude zu einer Verringerung der Emissionen bei.

Weitere besondere Maßnahmen zur Verminderung von Beeinträchtigungen des Klimas sind nicht erforderlich.

Schutzgut Wasser

Bestandsaufnahme des derzeitigen Umweltzustands

Der Wasserkörper der Elbe wirkt tideabhängig auf das Grund- und Stauwasser im Plangebiet ein. Die Vorflut für das Gebiet bilden die Elbe und die Hafenbecken. Im Plangebiet befinden sich der Brooktorhafen, der Ericusgraben und der Baakenhafen.

Im Rahmen der Untersuchungen zur Bodenluft wurden Stauwasserstände zwischen 0,3 m und 5,2 m unter Geländeoberkante gemessen. Stauwasseruntersuchungen ergaben erhöhte, je- doch nicht handlungsrelevante Belastungen mit Arsen, Blei und vereinzelt mit PAK (polyzykli- sche aromatische Kohlenwasserstoffe). Eine Gefährdung des Grundwassers kann weitestge- hend ausgeschlossen werden, da die mächtigen Kleischichten oberhalb des Grundwasserlei-

ters eine wirksame Sperrschicht für die mit dem Sickerwasser verlagerbaren Schadstoffe bil- den. Jedoch kann die Schutzfunktion zwischen Lohseplatz, Ericusgraben und Oberhafen durch junge (holozäne) Sande beeinträchtigt sein.

Der Ericusgraben und der Brooktorhafen bilden im Zusammenspiel mit dem westlich gelege- nen Ericusgraben einen aquatischen Lebensraum, der empfindlich gegenüber Veränderungen der Strömungsverhältnisse ist.

Entwicklung des Umweltzustands bei Durchführung der Planung

Die vorgesehene Planung wirkt auf das Grundwasser nicht direkt ein. Durch die bereits erfolgte Neuanlage einer Straßenverkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung direkt am Baakenha- fen erfolgte ein geringfügiger Eingriff in die Land-Wasser-Grenze. Gleiches gilt für das Kern- gebiet „MK 1“ am Südufer des Brooktorhafens. Die genaue Ausgestaltung der neuen Land- Wasser-Grenzen am Brooktorhafen wurde im Zuge des in die Baugenehmigung integrierten wasserrechtlichen Verfahrens bereits festgelegt und gebaut.

Ein deutlich größerer Eingriff in die Land-Wasser-Grenze ergibt sich am Südufer des Ericus- grabens durch das Kerngebiet „MK 11“. Eine fachliche Bewertung der Hamburg Port Authority (HPA) kommt zu dem Schluss, dass die Eingriffe in die Land-Wasser-Grenzen praktisch kei- nen Einfluss auf den Tidehub und die Strömungsgeschwindigkeiten haben, d.h. Veränderun- gen der Hydro- und Morphodynamik sind praktisch ausgeschlossen.